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Seminar Patentrecherche für Einsteiger

Seminar in Heidelberg: Patentrecherche für Einsteiger

Schritt für Schritt zur systematischen Patentrecherche

In diesem Seminar wird das Recherchieren nach Patenten vermittelt, zunächst in einer der wichtigsten kostenfreien Datenbanken Espacenet. An Beispielen werden die verschiedenen Recherchefälle behandelt: von der einfa­chen Suche mit Nummern nach Patentschriften über Suche nach Namen von Unternehmen und Erfindern bis zur Textrecherche mit technischen Begriffen.

Außerdem wird die Datenbank DEPATISnet vom Deutschen Patentamt als Alternative zu Espacenet vorgestellt und mit ihren zusätzlichen Funktionen an Beispielen erklärt. Ergänzend wird die praktische Nutzung der Patentklassifikation vermittelt, ein wichtiges Werkzeug für umfassende Patentrecherchen.

Mit einer Anleitung zur Bearbeitung der Rechercheergebnisse (Auswerten, Rechtsstand, Archivieren) und zur Erstellung eines Rechercheprotokolls wird das Seminar abgerundet.

Neben den fachlichen Details wird im Seminar Gewicht gelegt auf das Erlernen eines systematischen und daher effizienten, zeitsparenden Vorgehens. Nach diesem Seminar sind die Teilnehmer in der Lage, Recherchen für einen Überblick über die Patentsituation von Unternehmen sowie Basisrecherchen zum Stand der Technik selbständig und effizient durchzuführen.

Termin: 17. Oktober 2018 in Heidelberg in Kooperation mit der IP for IP GmbH

Hinweis zu DEPATISnet

Bei DEPATISnet besteht die Möglichkeit die Trefferliste entsprechend dem eigenen Informationsbedarf zu gestalten: Neben Veröffentlichungsnummer und -datum kann auch das Anmeldedatum angezeigt werden sowie die verschiedenen Klassifikationsdaten, Namen und mehr. Für eine schnelle Relevanzprüfung ist es sinnvoll in der Trefferliste zusätzlich zum Titel auch die Zusammenfassung (Abstract) anzuzeigen, die wie der Titel auch Markierungen der Suchbegriffe enthält. Für eine bessere Übersichtlichkeit kann die Spaltenbreite durch Verschieben der Trennlinie zwischen den Spalten angepasst werden.

Seit zwei Jahren ist die Trefferlistenkonfiguration nicht nur zusammen mit der Suche möglich, sondern auch bei der Trefferanzeige. Das ist sehr praktisch, denn so kann man die Ansicht während der Relevanzprüfung wechseln, ohne die Suche wiederholen zu müssen.

Leider fehlt hier ein wichtiges Element für die Gestaltung der Trefferliste, nämlich das Festlegen der Länge. Diese kann nur in der Trefferlistenkonfiguration unterhalb der Suchmaske ausgewählt werden. Da die Länge der Trefferliste die Zeit für den Bildschirmaufbau bestimmt, wählt man hier meist nur 50 oder 100 Treffer. Will man dann eine größere Trefferliste komplett exportieren, muss man die Länge aber wieder ändern. Und dafür muss man zurück zur Suchmaske, die Änderung vornehmen und danach die Suche wiederholen. Ein zusätzlicher Arbeitsschritt, der auch noch zu unnötiger Systemlast führt.

Unterschiedliche Rechercheergebnisse bei verschiedenen Patentdatenbanken

Sicher hat jeder Patentrechercheur, der verschiedene Patentdatenbanken benutzt, schon die Erfahrung gemacht, dass die gleiche Fragestellung zu unterschiedlichen Ergebnissen führt. Das ist oft nicht auf unterschiedliche Datenbestände zurückzuführen, sondern dafür gibt es andere Gründe, einen davon stelle ich im folgenden vor: die Behandlung von Patentfamilien durch die öffentlichen Patentdatenbanken DEPATISnet, Espacenet, PATENTSCOPE:

Bei der gleichen Anfrage, z.B. nach einer Patentklasse, ist es meistens so, dass bei DEPATISnet die Trefferzahl am größten ist. Das liegt daran, dass bei DEPATISnet jede Patentveröffentlichung nachgewiesen wird, welche die Recherchekriterien erfüllt. Nutzt man die Möglichkeit der Familienzusammenführung (Familienmitglieder löschen oder Familienmitglieder austauschen) verkleinert sich das Ergebnis, weil alle Patentveröffentlichungen aus einer Patentfamilie nur noch durch ein Familienmitglied vertreten werden.

Bei PATENTSCOPE werden alle zu einer Anmeldung gehörigen Patentveröffentlichungen (A-, B-, C-Schriften) zusammengeführt. Im Rechercheergebnis wird jede Anmeldung nachgewiesen, bei der wenigstens eine zugehörige Patentveröffentlichung die Recherchekriterien erfüllt. Eine Zusammenführung von Patentfamilien gibt es bei PATENTSCOPE nicht.

Espacenet weist jede Patentfamilie nach, in der mindestens ein Familienmitglied die Recherchekriterien erfüllt. Ein Familienmitglied steht also für alle Familienmitglieder und ihre zugehörigen Patentveröffentlichungen (A-, B-, C-Schriften). Allerdings erfolgt die Familienzusammenführung schrittweise jeweils für die angezeigte Trefferlistenseite. Daher  das Ergebnis mit „ca.“ angezeigt und verkleinert sich beim Blättern durch die Trefferliste, bis die ZUsammenführng vollständig ist. Enthält die Trefferliste weniger als 500 Treffer kann die Familienzusammenführung durch Sortieren der Liste herbeigeführt werden.

Darüberhinaus gibt es weitere Gründe für unterschiedliche Ergebnisse bei gleicher Recherchefrage. Zum Beispiel ist bei der Recherche mit Patentklassen ein Grund die Verfügbarkeit der verschiedenen Datenbestände für die Patentklassen. Hierzu mehr in einem späteren Post.

Einen Überblick über die Unterschiede bei den Patentdatenbanken DEPATISnet, Espacenet, PATENTSCOPE gibt das Webinar
*** Patentdatenbanken im Vergleich – Datenbestand und Funktionen auf dem Prüfstand
am 23. November 2018 um 9 Uhr
https://www.ipforip.com/webinare/webinare-patentrecherche-fortgeschrittene/patentdatenbanken-im-vergleich/

Hilfreich zum Verständnis von Patentfamilien ist das Webinar
*** Patentfamilien analysieren und verstehen
am 10. Dezember 2018 um 14 Uhr
https://www.ipforip.com/webinare/webinare-patentrecherche-spezial/patentfamilien-analysieren-und-verstehen/

WissensWert Newsletter März 2018 erschienen

Der WissensWert Newsletter März 2018 ist erschienen mit den Themen:

DEPATISnet, PATENTSCOPE, WIPO Standard ST.27, Studie zur Patentinformation, Plagiarius und mit der Lösung für ein Rechercheproblem.

Ein Abonnement des WissensWert Newsletters kann hier kostenlos bestellt werden: info@wissenswert-wm.de

WissensWert Seminare – Beratung Dr. G. Kirch-Verfuß

Rechercheproblem mit dem Veröffentlichungsdatum

Folgendes Problem bezüglich Recherchen nach dem Veröffentlichungsdatum in öffentlichen Patentdatenbanken führt immer wieder zu Fragen:
Das Veröffentlichungsdatum bei Espacenet sucht nur nach dem Veröffentlichungsdatum von Anmeldungen. Veröffentlichte erteilte Patente sind im Ergebnis nur enthalten, wenn das Datum der zugehörigen Anmeldung mit dem gesuchten Veröffentlichungsdatum oder Datumsbereich übereinstimmt.
Das gleiche gilt für Recherchen mit dem Veröffentlichungsdatum in PATENTSCOPE.
Im Gegensatz dazu, wird bei DEPATISnet-Recherchen auch das Veröffentlichungsdatum der erteilten Patente berücksichtigt.

WissensWert Newsletter Patente für Februar 2018 erschienen

Der WissensWert Newsletter Februar 2018 ist erschienen mit den Themen:

Espacenet und DEPATISnet, Global Dossier, World IP Indicators, IPC und CPC und anderem.

Ein Abonnement des WissensWert Newsletters kann hier kostenlos bestellt werden: info@wissenswert-wm.de

WissensWert Seminare – Beratung Dr. G. Kirch-Verfuß

Erweiterung bei der DEPATISnet-Volltextsuche

Nachdem die DEPATISnet-Volltextsuche bereits für die EP-Dokumente ermöglicht wurde (siehe WissensWert Newsletter vom Januar 2017) sind nun auch die vollständigen Texte der PCT-Patentveröffentlichungen suchbar.

Dabei gilt folgende Einschränkung: PCT-Dokumente werden in arabischer, chinesischer, englischer, französischer, deutscher, japanischer, koreanischer, portugiesischer, russischer oder spanischer Sprache publiziert. Eine Recherche ist jedoch nur in den Sprachen mit lateinischen Schriftzeichen möglich, also nicht in arabischer, chinesischer, japanischer, koreanischer und russischer Sprache. Für PCT-Veröffentlichungen in diesen Sprachen können die Zusammenfassungen in Englisch und Französisch recherchiert werden.

Quelle: DPMA

Alternativ ist eine Volltextrecherche in Patentveröffentlichungen in Arabisch, Chinesisch, Japanisch, Koreanisch und Russisch in der Originalsprache unter Verwendung der Schriftzeichen dieser Sprache in der WIPO-Patentdatenbank PATENTSCOPE möglich, empfehlenswert ist die Verwendung von CLIR (siehe WissensWert Webinar zu PATENTSCOPE am 25. April 2017)

Volltextsuche in DEPATISnet

In DEPATISnet steht die Volltextsuche nun auch für europäische Patentveröffentlichungen zur Verfügung. Bisher konnten nur die Volltexte von DE-Dokumenten durchsucht werden.

Das bringt Änderungen bei der Recherche mit sich: EP-Dokumente werden in englischer, deutscher oder französischer Sprache publiziert. Daher müssen für ein möglichst vollständiges Rechercheergebnis bei der Rechercheformulierung neben deutschen Begriffen auch englische und französische Synonyme berücksichtigt werden. Die verwendeten Suchbegriffe werden sowohl in der Trefferliste und als auch für jeden Treffer im PDF-Dokument „Recherchierbarer Text“ farblich hervorgehoben.

Es ist empfehlenswert, zwei Textrecherchen durchzuführen: eine für die Recherche in Titel und Zusammenfassung ohne DE- und EP-Dokumente und eine zweite als Volltextrecherche nur für DE- und EP-Dokumente. Die Vorteile dieser Vorgehensweise und weitere Empfehlungen für die Volltextrecherche (z.B. Nachbarschaftsoperatoren) erfahren Sie im WissensWert Webinar PS45 Patentrecherche für Experten – Schwerpunkt Textrecherche“ am 22. Februar 2017.

Neu bei DEPATISnet

Hervorhebung von Suchbegriffen

Für die bessere und schnellere Orientierung innerhalb einer Trefferliste werden jetzt die Suchbegriffe in den ausgewählten Textfeldern markiert und hervorgehoben (Highlighting).

Dabei ist zu beachten, dass die Suchbegriffe bei DE-Schriften auch im Text von Beschreibung und / oder Ansprüchen gefunden werden können, und in Titel oder Zusammenfassung nicht vorkommen müssen. Dann sind zwar in der Trefferliste keine Hervorhebungen zu sehen, aber Markierungen der Suchbegriffe im Volltext der DE-Dokumente sind in den PDFs „Recherchierbarer Text“ zu finden.

Neu bei DEPATISnet

Bei DEPATISnet wurden weitere Verbesserungen für die Analyse der Ergebnisse von Patentrecherchen eingeführt:

– In der Trefferliste zu einer Recherche kann jetzt die Zusammenfassung angezeigt werden. Hierzu einfach in der Trefferlistenkonfiguration Abstract anklicken.

– In der Darstellung der PDF-Patentdokumente können die Zeichnungen jetzt mosaikartig mit gleichzeitig vier oder sechs Seiten angezeigt werden. Hierzu oberhalb der Dokumentansicht bei Zeichnungen 2×2 oder 3×2 anklicken.

https://depatisnet.dpma.de

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